Hirschjagd in der Rotwildbrunft: So gelingt die Jagd auf den Brunfthirsch

Es ist kurz nach fünf, der Tau liegt schwer auf der Heide, und du stehst noch im Dunkeln am Waldrand. Dann vernimmst du, erst weit entfernt, dann ein zweites Mal näher: der erste Ruf des Morgens. Wer das einmal erlebt hat, versteht, warum die Rotwildbrunft für viele Jäger die Krone des Jagdjahres ist.

Wer den Brunfthirsch jagen will, braucht mehr als Glück. Die besten Chancen hast du in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, mit sicherem Wind, in der Nähe des Brunftplatzes – und mit einem klaren Plan, welcher Hirsch freigegeben ist. In diesem Beitrag erfährst du, wann die Brunft beginnt, wie du Hirsche verhörst, angehst und richtig ansprichst, was beim Schuss zählt und welche Ausrüstung sich bewährt hat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zeitraum: In Norddeutschland melden die ersten Hirsche oft schon Ende August oder Anfang September, die Hauptbrunft liegt meist zwischen Mitte September und Anfang Oktober.
  • Jagdzeit: Hirsche dürfen in Niedersachsen vom 1. August bis 31. Januar bejagt werden – geschossen wird aber nur, was die Freigabe der Hegegemeinschaft hergibt.
  • Jagdarten: Verhören und Angehen, Ansitz am Brunftplatz oder Rufjagd mit dem Hirschruf.
  • Ansprechen: Alter am Körperbau, Verhalten und an der Stimme erkennen, nicht allein am Geweih.
  • Schuss: Nur auf breit stehende Hirsche mit ausreichendem Abstand zum Rudel und sicherem Kugelfang.

Wann ist Brunft? Der Zeitplan des Rotwilds

Der Taktgeber der Brunft ist nicht das Wetter und auch nicht das Kahlwild, sondern die Tageslänge. Werden die Tage im Spätsommer kürzer, steigt beim Hirsch der Testosteronspiegel. Er wird unruhig, verträgt seine Rudelgenossen aus der Feistzeit nicht mehr und zieht los in Richtung Brunftgebiet. Das erklärt auch, warum Rotwild auf der Südhalbkugel etwa im März und April brunftet: Dort beginnt dann der Herbst.

Wann genau es losgeht, schwankt von Jahr zu Jahr und von Region zu Region um Tage bis Wochen. Grob lässt sich der Verlauf in drei Phasen gliedern:

Phase Typischer Zeitraum (Norddeutschland) Was passiert
Vorbrunft Ende August bis Anfang September Feisthirschrudel zerfallen, erste Hirsche melden, suchen Kahlwild, stehen aber noch nicht dauerhaft beim Rudel
Hochbrunft etwa Mitte September bis Anfang Oktober Platzhirsche halten ihre Rudel zusammen, schreien intensiv, Rivalen werden abgeschlagen, Kämpfe möglich
Nachbrunft ab Anfang Oktober Das Schreien lässt nach, erschöpfte Hirsche ziehen sich zurück, einzelne spät brunftige Tiere sorgen noch für Betrieb

In höheren Lagen verschiebt sich die Brunft tendenziell nach hinten. In der Lüneburger Heide und im Flachland beginnt sie meist früher als etwa in den Alpen.

Und das Wetter? Kühle, klare und windstille Nächte bringen die Hirsche zum Schreien, warme und regnerische Tage dämpfen das Konzert. Wichtig zu wissen: Das betrifft vor allem das Schreien, nicht die Fortpflanzung selbst. Eine „schlechte Brunft“ heißt also nur, dass wenig zu hören ist. Beschlagen wird das Kahlwild trotzdem. Für dich als Jäger ist das dennoch entscheidend, denn ein Hirsch, der schweigt, lässt sich nicht verhören.

Brunftverhalten lesen: Was dir der Hirsch verrät

Wer die Sprache der Brunft versteht, jagt erfolgreicher. Die wichtigsten Lautäußerungen und Verhaltensweisen:

  • Melden und Schreien: Der klassische, langgezogene Brunftruf. Er dient als Imponiergehabe gegenüber Rivalen und als Signal an das Kahlwild. Die Stimme wird im Laufe der Brunft tiefer und heiserer.
  • Sprengruf: Kurze, abgehackte Rufe, wenn der Platzhirsch einen Rivalen oder ein Stück Kahlwild vor sich hertreibt.
  • Trenzen: Kurze, stoßartige Laute, meist direkt beim Kahlwild.
  • Suhlen: Der Hirsch wälzt sich in Suhlen und schlägt mit dem Geweih in Büsche und junge Bäume. Frische Suhlen verraten dir, dass ein Hirsch im Revier steht.
  • Rudeln: Hat der Platzhirsch „sein“ Kahlwild gefunden, hält er es zusammen und treibt ausbrechende Stücke zurück.

Auch die Rollen am Brunftplatz solltest du kennen. Der Platzhirsch steht beim Rudel und verteidigt es. Beihirschekreisen am Rand und warten auf ihre Chance. Junge, schwache Hirsche, die sich am Brunftplatz herumtreiben, werden als Schneider bezeichnet.

Praxistipp: Die Stimme verrät viel. Ältere Hirsche melden tendenziell tiefer und voller, junge Hirsche höher und unsicherer. Ein sicheres Altersurteil lässt sich allein daraus aber nicht fällen.

Drei Wege zum Brunfthirsch

Verhören und Angehen

Das Angehen eines schreienden Hirsches gilt für viele als die spannendste Form der Brunftjagd. Dazu musst du deutlich vor Sonnenaufgang am Brunftplatz sein. Du verhörst die Hirsche, schätzt Richtung und Entfernung und pirschst dann gegen den Wind heran.

Worauf es ankommt:

  • Wind, Wind, Wind. Rotwild windet dich auf große Entfernung. Prüfe den Wind ständig, zum Beispiel mit einem Windprüfer oder etwas feinem Sand. Dreht er, brich die Pirsch ab.
  • Nutze Deckung und Geräusche. Pirsche in den Rufpausen des Hirsches, bleib stehen, wenn er schweigt. Wirtschaftswege und feuchte Rückegassen sind leiser als trockenes Laub.
  • Achte auf das Kahlwild. Ein Alttier, das dich eräugt, schreckt oder zieht ab – und nimmt den Hirsch meist gleich mit. Wer beim Angehen unbemerkt ins Kahlwild läuft, hat verloren.
  • Suche dir rechtzeitig einen Platz mit Sicht und Schussfeld, bevor der Hirsch in Anblick kommt.

Ansitz am Brunftplatz oder Wechsel

Der Ansitz ist weniger spektakulär, oft aber erfolgversprechender. Vor allem hast du mehr Zeit zum Ansprechen. Kanzeln oder Schirme an Wildwiesen, Waldrändern und Schneisen nahe den Brunftplätzen sind ideal, besonders dort, wo das Rudel morgens in den Einstand zieht oder abends austritt.

Wichtig: Den Brunftplatz selbst nicht betreten und An- und Abmarsch so wählen, dass du ihn nicht durchquerst. Ein einmal gestörter Brunftplatz ist schnell verlassen.

Rufjagd mit dem Hirschruf

Mit dem Hirschruf ahmst du einen Rivalen nach und reizt den Hirsch zum Zustehen oder bringst ihn dazu, seine Position preiszugeben. Die Rufjagd gilt als hohe Kunst, und das hat Gründe:

  • Die Stimmlage muss passen. Wer einem Hirsch mit zu starker Stimme antwortet, bringt ihn oft zum Schweigen oder vertreibt ihn. Den Wechsel der Stimmlage verzeiht der Hirsch nicht.
  • Weniger ist mehr. Hat der Hirsch geantwortet, brauchst du nicht jeden seiner Rufe zu beantworten. Häufig stehen Hirsche auch auf das leisere Mahnen des Kahlwildes zielstrebiger zu als auf den imposanten Ruf.
  • Sicht und Schussfeld zuerst. Rufe erst, wenn du einen Platz hast, an dem ein zustehender Hirsch sichtbar wird. Steht er im dichten Einstand zu, ist sauberes Ansprechen kaum möglich.

Lernen lässt sich die Rufjagd nur in der Praxis, am besten an der Seite eines erfahrenen Rotwildjägers. Bis es sitzt, wird wohl so mancher Hirsch vergrämt.

Den richtigen Hirsch ansprechen

In der Brunft ist Bewegung im Wild, und Hirsche zeigen sich häufiger als im Rest des Jahres. Genau das macht die Brunftjagd so aussichtsreich. Gleichzeitig ist sie die Zeit der Fehlabschüsse, wenn die Aufregung größer ist als die Sorgfalt.

Kläre vor der Jagd die Freigabe. Welcher Hirsch geschossen werden darf, regeln Abschussplan und Hegerichtlinien der jeweiligen Hegegemeinschaft. Diese Vorgaben unterscheiden sich je nach Region und Rotwildbestand deutlich. Frag im Zweifel nach, bevor du auf den Stand gehst, nicht danach.

Beim Ansprechen gilt: Das Geweih allein ist kein verlässliches Altersmerkmal. Aussagekräftiger ist das Gesamtbild aus Körper, Verhalten und Geweihaufbau.

Merkmal Junger Hirsch Mittelalter Hirsch Reifer Hirsch
Körperbau schlank, hochläufig, Rumpf wirkt rechteckig kräftiger, Brust wird tiefer massig, Schwerpunkt vorne, Bauch hängt durch
Träger und Haupt dünner Träger, Haupt wird hoch getragen Träger deutlich stärker starker/massiver Träger, Haupt wird tief und waagerecht getragen
Brunftmähne kaum ausgeprägt erkennbar sehr ausgeprägt
Verhalten unsicher, weicht aus, oft als Beihirsch am Rand selbstbewusster, versucht Rudel zu übernehmen souverän beim Rudel, bewegt sich ruhig und bedächtig
Stimme höher, unsicher voller tief und kräftig

Nimm dir Zeit. Beobachte den Hirsch, wenn möglich, mehrere Minuten, von verschiedenen Seiten und in Bewegung. Wer sich nicht sicher ist, lässt ihn ziehen. Ein nicht geschossener Hirsch ist kein Fehler, ein falsch geschossener schon.

Der Schuss: Worauf es beim Brunfthirsch ankommt

Ein Rothirsch in der Brunft ist voller Adrenalin. Brunfthirsche zeigen häufig eine auffällige Schusshärte, und Nachsuchen sind auf dem Brunftplatz wegen der starken Wildwitterung besonders anspruchsvoll. Deshalb gilt:

  • Ausreichend starkes Kaliber: Gesetzlich vorgeschrieben sind für Rotwild mindestens 6,5 mm Kaliber und eine Auftreffenergie von mindestens 2.000 Joule auf 100 Meter. In der Praxis setzen viele Rotwildjäger auf deutlich mehr Reserve, damit das Geschoss auch bei starken Hirschen zuverlässig einen Ausschuss erzeugt.
  • Nur auf breit stehende Hirsche, nicht spitz von vorn, nicht spitz von hinten, nicht auf ziehendes Wild.
  • Abstand zum Rudel: Steht der Hirsch im Rudel, warte, bis er frei steht. Sonst können Geschossteile unbeschossene Stücke verletzen.
  • Kugelfang und Hintergrund: Gerade bei der Pirsch in der Dämmerung auf offene Flächen besonders sorgfältig prüfen.
  • Nachtzeit beachten: Rotwild darf zur Nachtzeit nicht erlegt werden. Das Büchsenlicht am Morgen und am Abend ist dein Zeitfenster.

Beratung zu Kaliber und Geschoss bekommst du in unserem Ladengeschäft in Bardowick. Unser Büchsenmachermeister prüft dort auf Wunsch auch, ob Waffe, Optik und Treffpunktlage vor der Brunft noch passen.

Nach dem Schuss: Anschuss, Nachsuche, Wildbret

Beobachte nach dem Schuss genau, wie der Hirsch den Schuss quittiert, ob er zeichnet und in welche Richtung er flüchtig abgeht. Präge dir den Anschuss ein. Ein guter Anhaltspunkt ist ein markanter Baum oder Busch.

  • Warte ab, bevor du zum Anschuss gehst. Beim Hochwild ist Geduld wichtiger als Neugier.
  • Keine Pirschzeichen oder ein Hirsch, der nicht im Knall liegt? Dann gehört die Nachsuche in die Hände eines erfahrenen Schweißhundeführers. Das spart dem Wild Leid und dir eine vergebliche Suche auf der verwitterten Fläche.
  • Bergen will geplant sein. Ein starker Rothirsch bringt schnell weit über 100 Kilogramm auf die Waage. Organisiere Helfer und Transportmittel, bevor du losgehst, und denk an eine Wildbergehilfe.
  • Wildbret sorgfältig behandeln: Viele Jäger scheuen den Brunfthirsch wegen des Wildbrets, das bei alten Hirschen in der Hochbrunft einen kräftigen, „brunftigen“ Geschmack annehmen kann. Rasch aufbrechen, zügig auskühlen lassen und eher zu Wurst, Schinken oder Schmorgerichten verarbeiten – dann ist das Wildbret gut zu verwerten.

Und bei aller Freude über den Hirsch: Der letzte Bissen und der Inbesitznahmebruch gehören zu einem Brunfthirsch dazu. Die Trophäe kannst du anschließend fachgerecht bearbeiten. Das passende Zubehör findest du unter Trophäenbehandlung.

Ausrüstung für die Brunftjagd

Bei der Brunftjagd bewegst du dich im Dämmerlicht, oft lange zu Fuß und immer mit dem Ziel, nicht aufzufallen. Diese Ausrüstung hat sich bewährt:

Ein lichtstarkes Fernglas. Beim Ansprechen im Morgengrauen oder im letzten Büchsenlicht zählt jede Minute Licht. Ein Nachtglas mit 8-facher Vergrößerung und 56 mm Objektiv liefert dir eine große Austrittspupille von 7 mm. Im Heidejagd-Sortiment kommen dafür beispielsweise das Swarovski Fernglas SLC 8x56 oder das Leica Geovid R 8x56 mit integriertem Entfernungsmesser infrage. Der Entfernungsmesser ist nützlich, wenn du nach dem Angehen schnell wissen musst, ob der Hirsch in sicherer Schussdistanz steht. Weitere Modelle findest du in unserer Auswahl an Ferngläsern für die Jagd.

Wärmebildtechnik zum Beobachten. Wo steht das Rudel? Liegt der Hirsch noch in der Wiese? Ein Wärmebildgerät hilft dir, schon vor dem ersten Licht die Lage am Brunftplatz einzuschätzen, ohne näher heranzugehen. Ein Wärmebildfernglas wie das Nocpix Quest H35R eignet sich dafür. Zum Ansprechen und für den Schuss brauchst du trotzdem Tageslicht. Wie die Technik funktioniert, erklärt unser Beitrag Das Einmaleins der Wärmebildtechnik.

Ein Zielstock für die Pirsch. Beim Angehen gibt es selten eine Kanzel, auf der du auflegen kannst. Ein Zielstock gibt dir eine stabile Auflage für den Schuss auf 80 bis 150 Meter. Aus unserem Sortiment eignet sich dafür etwa der Mjoelner Hunting Zielstock Fenris II Carbon. Weitere Modelle findest du unter Zielstöcke.

Leise, gedeckte Kleidung. Morgens ist es in der Brunft oft empfindlich kalt, mittags wieder warm. Setze auf Schichten aus geräuscharmen Materialien wie Fleece, Wolle oder Loden und vermeide raschelnde Hardshells. Eine Kopfbedeckung und Handschuhe verbergen helle Haut, auf die Rotwild besonders empfindlich reagiert. Passende Modelle findest du in unserer Jagdbekleidung für Herren und für Damen.

Licht für den Rückweg. Wer abends den Brunftplatz verlässt, ist im Dunkeln unterwegs. Eine Stirnlampe mit gedämpftem Licht, möglichst mit Rotlichtfunktion, stört das Wild weniger als ein heller weißer Strahl. Lampen findest du unter Stirn- & Taschenlampen.

Typische Fehler bei der Brunftjagd

  • Den Brunftplatz stören. Wer zu nah heranpirscht oder mitten durch den Brunftplatz läuft, vertreibt das Rudel – und mit ihm den Hirsch.
  • Den Wind ignorieren. Ein Hirsch, der dich windet, ist weg. Nichts ruiniert eine Pirsch schneller.
  • Zu viel rufen. Ein Hirsch, der auf jeden Ruf eine Antwort bekommt, wird misstrauisch. Und ein falscher Ton vertreibt ihn.
  • Aus Aufregung schießen. Das Brunftfieber ist real. Wer nicht sicher angesprochen hat, schießt nicht.
  • Ins Rudel schießen. Warte, bis der Hirsch frei steht.
  • Kahlwild am Brunftplatz bejagen. Schüsse auf Kahlwild in der Hochbrunft bringen Unruhe in den Brunftbetrieb. Viele Reviere lassen den Brunftplatz in dieser Zeit ganz bewusst in Ruhe.

Häufige Fragen zur Hirschjagd in der Brunft

Wann beginnt die Rotwildbrunft in Niedersachsen? Die ersten Hirsche melden meist ab Ende August oder Anfang September. Die Hauptbrunft liegt in der Regel zwischen Mitte September und Anfang Oktober. Der genaue Beginn schwankt von Jahr zu Jahr um einige Tage bis Wochen.

Wann ist Jagdzeit auf Rothirsche in Niedersachsen? Hirsche haben in Niedersachsen vom 1. August bis 31. Januar Jagdzeit. Welcher Hirsch tatsächlich erlegt werden darf, regeln Abschussplan und Freigabe der Hegegemeinschaft.

Zu welcher Tageszeit ist die Brunftjagd am erfolgreichsten? In den frühen Morgenstunden ab etwa einer Stunde vor Sonnenaufgang und am Abend bis zum Ende des Büchsenlichts. Tagsüber ist es am Brunftplatz meist ruhiger, bei kühlem, klarem Wetter schreien die Hirsche aber auch tagsüber.

Welches Kaliber brauche ich für die Hirschjagd? Gesetzlich mindestens 6,5 mm und 2.000 Joule Auftreffenergie auf 100 Meter. Für starke Brunfthirsche empfehlen sich kräftige Kaliber mit einem Geschoss, das zuverlässig einen Ausschuss erzeugt.

Schmeckt das Wildbret eines Brunfthirsches? Bei alten Hirschen in der Hochbrunft kann das Wildbret einen kräftigen Eigengeschmack haben. Rasch aufgebrochen und gut gekühlt eignet es sich hervorragend für Wurst, Schinken und Schmorgerichte.

Wie erkenne ich einen reifen Hirsch? Am massigen Körper mit tief hängendem Bauch, starkem Brunfthals, tief getragenem Haupt, einer ausgeprägten Brunftmähne und einem souveränen Verhalten beim Rudel. Das Geweih allein ist kein zuverlässiges Altersmerkmal.

Fazit: Geduld, Wind und ein klarer Kopf

Die Jagd auf den Brunfthirsch ist die Königsdisziplin der heimischen Schalenwildjagd. Sie verlangt frühes Aufstehen, viel Geduld, ein gutes Gespür für den Wind und die Bereitschaft, einen Hirsch auch ziehen zu lassen, wenn das Ansprechen nicht eindeutig ist. Wer den Brunftplatz schont, sich an die Freigabe hält und nur auf einen breit und frei stehenden Hirsch schießt, jagt nicht nur erfolgreicher, sondern auch waidgerecht.

Mit einem lichtstarken Fernglas, einem stabilen Zielstock und leiser Kleidung bist du für die kommenden Wochen gut aufgestellt. Die passende Ausrüstung findest du im Heidejagd-Shop – und wer vor dem ersten Morgen am Brunftplatz noch Fragen zu Optik, Kaliber oder Waffe hat, ist in unserem Laden in Bardowick jederzeit willkommen. Waidmannsheil für die Brunft!